Schmerztherapie

Ziel der Radionuklidtherapie ist die rasche und wirksame Schmerzlinderung bei Knochenmetastasen. Patienten benötigen weniger Opiate und haben eine bessere Lebensqualität. Die Schmerzlinderung einer einmaligen ambulanten Therapie kann von 4 Wochen bis zu 4 Monaten anhalten.

 
 
Bereiche:
 

Was muss bei der Radionuklidtherapie beachtet werden?

beachten, Foto: absolut ©fotolia

Durch die Schmerztherapie mit dem Radionuklid wird das alltägliche Leben kaum beeinträchtigt. Vielmehr wird die Lebensqualität durch die lang anhaltende, ausgeprägte Schmerzreduktion verbessert. Hierzu trägt auch der meist verminderte Bedarf an starken Schmerzmedikamenten bei.



Schmerzlinderung und Kontrolluntersuchungen

Die Schmerzlinderung beginnt meist innerhalb einer Woche, wobei die Schmerzen während der folgenden Wochen noch weiter abnehmen können. Die Wirkung der Radionuklidtherapie hält meist mehrere Monate an.

Wenn eine gute Schmerzlinderung mit dem Radionuklid erzielt wurde, kann nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt die Einnahme anderer Schmerzmittel reduziert werden.

Da nach der Radionuklidtherapie mit einem Absinken der Blutzellzahlen zu rechnen ist, sollten die regelmäßigen Termine zur Blutbildkontrolle beim Arzt wahrgenommen werden, bis die Werte sich normalisiert haben.

Strahlenbelastung

Um die Strahlenbelastung so gering wie möglich zu halten, wird schon im Vorfeld der Behandlung die für den Patienten benötigte Dosis des Radionuklids exakt bestimmt. Im Vergleich zu anderen Radionukliden, die in der Schmerztherapie eingesetzt werden, hat Samarium-153 eine kurze physikalische Halbwertszeit. Zudem wird die Strahlung vor allem am Zielort, den Knochenmetastasen, wirksam. Insgesamt ist die Radionuklidtherapie eine nebenwirkungsarme Behandlung. Zwar befinden sich im Anschluss an die Injektion noch radioaktive Stoffe in Ihrem Körper, diese werden jedoch im Laufe weniger Tage über den Urin ausgeschieden. Es besteht keine Gefahr für Menschen in Ihrer Nähe. Es empfiehlt sich aber, einige grundsätzliche Vorsichtsmaßnahmen zu beachten:

Vorsichtsmaßnahmen:

Trinken

Vor der Gabe des Radionuklids sollten mindestens ein halber Liter Wasser, Tee oder Saft getrunken werden, um die Nierenfunktion anzuregen.

mehr trinken

Nach der Injektion des Radionuklids sollte weiter reichlich getrunken werden, um die Ausscheidung der nicht an die Knochenmetastasen gebundenen Radioaktivität in den ersten Stunden zu fördern.

Toilette

Da der Urin für etwa 6 Stunden nach der Injektion radioaktiv ist, sollte beim Gang auf die Toilette peinlichst auf Sauberkeit geachtet werden: um Spritzer zu vermeiden, sollte im Sitzen uriniert, an den ersten beiden Tagen zweimal gespült und die Hände gründlich gewaschen werden.

Katheter

Bei inkontinenten Patienten sollte der Urin aus Sicherheitsgründen für mindestens 6 Stunden über einen Katheter abgeleitet werden.

Waschmaschine

Sollte Urin die Kleidung beschmutzen, so sollte die Wäsche separat gewaschen  oder vor dem Waschen zwei Wochen separat gelagert werden.

Außer über den Urin verlässt nur sehr wenig Strahlung den Körper, so dass beim Kontakt mit Familienangehörigen usw. keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen notwendig sind.
 
Allerdings sollte man in der ersten Woche nach der Behandlung längere enge Kontakte zu Schwangeren und Kleinkindern vermeiden, um eine unnötige Strahlenbelastung auszuschließen.

Nach oben