Schmerztherapie

Ziel der Radionuklidtherapie ist die rasche und wirksame Schmerzlinderung bei Knochenmetastasen. Patienten benötigen weniger Opiate und haben eine bessere Lebensqualität. Die Schmerzlinderung einer einmaligen ambulanten Therapie kann von 4 Wochen bis zu 4 Monaten anhalten.

 
 
Bereiche:
 

Ihr Beitrag zur Schmerztherapie

Ihr Beitrag zur Schmerztherapie, Foto: endostock ©fotolia

Schmerzen sind eine häufige Folge einer Krebserkrankung. Sie können unerträglich stark sein und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Mit einer geeigneten Schmerztherapie lassen sich solche Schmerzen wirksam kontrollieren, d.h. sie können entweder ganz beseitigt oder erheblich gelindert werden. Je nach der genauen Ursache der Schmerzen ist neben der eigentlichen Krebsbehandlung eine Behandlung der Schmerzen erforderlich. Gerade Schmerzen durch Knochenmetastasen können sehr starke und belastende Dauerschmerzen sein. Eine wirksame Schmerzbehandlung trägt dazu bei, besser mit der Krebserkrankung leben zu können. Mit dem Nachlassen der Schmerzen wird der Schlaf wieder erholsamer, die Nahrungsaufnahme leichter und der Alltag kann wieder aktiver gestaltet werden.

Damit eine Schmerztherapie so gut wie möglich wirkt, ist Ihre Mitarbeit von großer Bedeutung Scheuen Sie sich nicht, die Hilfsangebote Ihres Behandlungsteams und Ihrer Umgebung anzunehmen.

Wenn Sie sich nicht ausreichend informiert fühlen, zögern Sie nicht, bei Ihrem Arzt nachzufragen. Nutzen Sie auch die verschiedenen anderen Informationsangebote wie Informationsdienste im Internet, Broschüren, Bücher und die Möglichkeit des Austausches in Selbsthilfegruppen.

Über die Schmerzen sprechen

Der erste Schritt zur wirksamen Schmerztherapie besteht darin, Ihrem Arzt von den Schmerzen zu berichten. Nur wenn Sie Ihre Beschwerden möglichst genau schildern, wie, wo und wann die Schmerzen auftreten, kann eine geeignete Schmerzbehandlung eingeleitet werden. Die Art der Schmerzbehandlung richtet sich auch nach der genauen Ursache der

Schmerzen, und ihre Angaben helfen dem Arzt, die Ursache der Schmerzen festzustellen. Bei Schmerzen durch Knochenmetastasen sind einfache Schmerzmittel häufig nicht ausreichend, so dass stärkere Schmerzmittel eventuell in Kombination mit anderen Methoden, wie etwa einer Radionuklidtherapie, gewählt werden müssen.

Sprechen Sie frühzeitig über Ihre Schmerzen, sobald diese auftreten. Bei Schmerzen tritt keine Gewöhnung ein, eine möglichst frühzeitige Therapie ist sinnvoll. Durch Ihre genaue Beschreibung der Schmerzen erleichtern Sie es Ihrem Arzt, die für Sie am besten geeigneten Medikamente und ergänzenden Maßnahmen auszuwählen. Nur Sie können beurteilen, ob die ergriffenen Maßnahmen die gewünschte Wirkung haben.

Notieren Sie sich bereits zu Hause alle Fragen an Ihren Arzt, sobald sie Ihnen durch den Kopf gehen. Nehmen Sie diese Notizen dann zum nächsten Arztgespräch mit. Auch wenn während einer zunächst erfolgreichen Schmerztherapie neue Schmerzen auftreten, sollten Sie dies sofort Ihrem Arzt mitteilen.

In der Regel können alle Ärzte, die Krebskranke behandeln, eine wirksame Schmerzbehandlung durchführen. Wenn Ihr Arzt aber über wenig Erfahrung mit der Schmerztherapie bei Krebspatienten verfügt, kann es sinnvoll sein, einen speziellen Schmerztherapeuten hinzuzuziehen. Bei allen Verfahren, die durch Radioaktivität wirken, wie etwa eine Radionuklidtherapie oder einer äußerlichen Bestrahlung, wird ein Nuklearmediziner bzw. ein Strahlentherapeut hinzugezogen.

Schmerztagebuch

Da Schmerzen nicht objektiv messbar sind, werden Patienten von behandelnden Ärzten häufig gebeten, die Stärke der Schmerzen anhand einer Skala von 1 bis 10 zu beschreiben. In einer solchen Skala steht ‚0’ für ‚keine Schmerzen’ und ‚10’ für ‚die stärksten vorstellbaren Schmerzen’. Das wiederholte ‚Messen’ der Schmerzen mittels der Schmerzskala erlaubt eine Verlaufsbeurteilung und ermöglicht eine bessere Anpassung und Überwachung der Schmerzbehandlung. Ein sogenanntes Schmerztagebuch stellt ein wichtiges Hilfsmittel dar. Für eine individuelle an Ihre Bedürfnisse angepasste Schmerztherapie benötigt Ihr Arzt detaillierte Informationen über Art, Zeitpunkt und Intensität der auftretenden Schmerzen. Je genauer Ihre Eintragungen im Schmerztagebuch sind, desto schneller und effizienter kann Ihr Arzt Ihnen helfen.

Nach oben

Regelmäßige Einnahme der verordneten Schmerzmittel

Für den Erfolg einer medikamentösen Therapie bei Dauerschmerzen ist entscheidend, dass die Schmerzmittel regelmäßig nach einem festen Therapieplan eingenommen werden. Warten Sie nicht, bis die Schmerzen wieder auftreten! Die Behandlung dient dazu, die Schmerzen vollständig zu unterdrücken oder zumindest stark zu lindern. Deswegen verordnet der Arzt die nächste Dosis bereits, bevor die Schmerzen wieder einsetzen. Auch beim Einsatz von Morphin und anderen Opiaten ist bei Schmerzpatienten keine Abhängigkeit zu befürchten.

Bedarfsmedikation bei Schmerzspitzen

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn die ergriffenen Maßnahmen zur Kontrolle der Schmerzen nicht ausreichen. Manche Patienten benötigen zusätzliche Schmerzmittel, die sie bei Bedarf als Ergänzung der Dauermedikation einnehmen können. Bei Schmerzen durch Knochenmetastasen können zusätzliche Schmerzen bei bestimmten Bewegungen oder Körperhaltungen auftreten. In solchen Situationen können zusätzliche Schmerzmittel bereits im Voraus eingenommen werden.

Über die Nebenwirkungen sprechen

Berichten Sie Ihrem Arzt von eventuellen Nebenwirkungen (Verstopfung, Übelkeit). Beim Einsatz von Opiaten wird in der Regel von Anfang an eine Begleitmedikation verordnet, um derartige Nebenwirkungen zu unterdrücken. Als Vorbeugung von Verstopfung sollten Sie außerdem viel trinken. Berichten Sie Ihrem Arzt sofort von allen Nebenwirkungen, oft kann die Begleitmedikation entsprechend angepasst werden. Diese Zusatzmedikamente müssen genau wie die Schmerzmittel dauerhaft eingenommen werden.

Alltagsaktivitäten

Auch wenn Sie in Ihren Aktivitäten eingeschränkt sind, versuchen Sie an Kontakten und Beschäftigungen festzuhalten, die Ihnen schon in der Vergangenheit Freude bereitet haben. Ablenkung kann helfen, mit dem Schmerz umzugehen.

Nach oben